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Fachgruppe Ortung
Lauschangriff und Schnüffelnasen

In schwierigen Schadenslagen ist die Rettung Verschütteter ohne qualifizierte Ortung nicht möglich. Die Einsatztaktik der Fachgruppe Ortung (FGr O) setzt auf die Kombination von Bergungsspezialisten, qualifizierten Rettungshunden und technischem Ortungsgerät, deren Zusammenspiel auch bei Verschütteten in schwierigsten Lagen einen Rettungserfolg verspricht.
Darüber hinaus kann die Fachgruppe Ortung weitere Aufgaben wie z. B. Vermißtensuche, Lageerkundungen oder z. B. in Zusammenarbeit mit Versorgungsunternehmen oder Spezialfirmen Aufspüren von Leckagen an Versorgungsleitungen übernehmen.



StAN wörtlich:
Die Fachgruppe Ortung erkundet Schadensgebiete und ortet Verschüttete und Eingeschlossene mittels technischer Ortungsgräte und durch den Einsatz ausgebildeter und geprüfter Rettungshunde. Sie unterstützt insbesondere Bergungseinheiten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.

Gruppenführerin
Michaela Springs
                   
Fachgruppe Ortung

   
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Die biologische Ortung

Als biologische Ortung bezeichnet man den Vorgang mittels ausgebildeter Rettungshunde verschüttete oder vermissten Menschen aufzufinden. Vorrausetzung hierfür ist der besonders gut ausgeprägte Geruchssinn der Hunde. Ihre Riechschleimhaut ist verglichen mit der des Menschen ca. 30 mal größer und 16 mal dicker, die Anzahl der Riechzellen beträgt bis zum 44-fachen (ca. 220 Millionen Zellen). Dies allein macht allerdings noch keinen Hund zum Rettungshund. Zu einem Rettungshund gehören zusätzlich noch ein ausgeprägter Spieltrieb, Gehorsam und Kondition. Um einen Rettungshund auszubilden bedarf es eines großen Zeitaufwandes und viel Geduld. Im Schnitt wird die Ausbildung bei einem wöchentlich Zeitaufwand von rund 10 Stunden 1,5 bis 2 Jahre andauern. Ziel dieser Ausbildung ist es dem Hund anzutrainieren bei der Witterungsaufnahme eines Verschütteten bzw. Vermissten solange am Fundort zu verbellen, bis der Hundeführer bei ihm ist. Die Ausbildung beim THW erfolgt dabei nach der, seit dem 01. Januar 2005 in Kraft getretenen, "Gemeinsamen Prüfungsordnung für Rettungshunde". In dieser Prüfungsordnung haben sich die Rettungshundestaffeln von ASB, DRK, JUH und THW zu einer gemeinsamen Ausbildungs- und Prüfungsordnung zusammengeschlossen. Dies dient dazu einheitliche Standarts zu gewährleisten und die Zusammenarbeit bei Ausbildung und Einsätzen zwischen den Organisationen zu verbessern. Seit dem 01. Januar 2006 sind auch die Rettungshundestaffeln des MHD der gemeinsamen Prüfungsordnung beigetreten.


 Die Ausbildung beginnt mit dem sogenannten "Eignungstest". Hier werden Grundanlagen des Hundes und der gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen Hund und Hundeführer betrachtet. Ziel ist es festzustellen ob sich Hund und Hundeführer für die Ausbildung zum Rettungshundeteam eignen.

Hieran schliesst sich dann die Ausbildung im Bereich der Trümmer- und Flächensuche. Zusätzlich erhält der Helfer - wie alle Mitglieder der Fachgruppe Ortung - eine spezifische Fachausbildung für die Mitarbeit in der Fachgruppe Ortung.


Die Einsatzbereitschaft des Rettungshundeteams wird dann in einer Prüfung festgestellt. Im Rahmen der Trümmerprüfung muss der Hund dann, ohne zutun des Hundeführers, eine unbekannte Anzahl an verschütteten Personen auffinden und deutlich sichtbar durch verbellen anzeigen. Dabei werden unter anderem Störgeräusche und Rauchentwicklung eingesetzt um die Konzentrationsfähigkeit zu überprüfen. Bei der Flächensuche gilt es für das Team zwei als vermisst geltende Personen in einem Waldgebiet aufzuspüren. Auch hier muss der Hund nach auffinden der Person dies durch deutliches verbellen anzeigen. Der jeweilige Hundeführer hat sein Tier genau zu beobachten und den Verweis zu bestätigen. Da Rettungshund und Hundeführer ein Team darstellen, kann auch Fehlverhalten des Hundeführers, z.B. das Missachten von Vorschriften oder Anweisungen, falsches Einschätzen des Einsatzgebietes, dazuführen, dass die Prüfung als nicht bestanden gilt. Wird die Prüfung bestanden, so muss diese alle 18 Monate wiederholt werden um die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten.

 

Voraussetzung für die Rettungshund-Prüfung ist ein Mindestalter von 14 Monaten des Hundes und abgeschlossene Helfer-Grundausbildung beim Hundeführer. Als Rettungshunde kommen alle Rassen infrage, die auf Grund Ihrer Körpergröße in der Lage sind sich sicher auf einem Trümmergelände zu bewegen.

 

Die technische Ortung

Als technische Ortung bezeichnet man den Vorgang verschüttete Menschen mittels elektronischer Geräte wahrzunehmen, und deren genaue Lage unter den Trümmern zu lokalisieren. Beim THW werden zur Zeit Geräte zweier Hersteller eingesetzt. Es handelt sich dabei zum einen um den LIFE DETECTOR der Fa. Wandel & Goltermann, sowie um das Verschüttetensuchgerät ZEB/HG-6U der Fa. WASAG Chemie. Beide Geräte arbeiten nach dem gleichen Prinzip:

Nummerierte Bodenschallaufnehmer (Geophone) werden auf den Trümmern ausgelegt, um Klopf- oder Scharrgeräusche von Verschütteten aufzunehmen. Das angeschlossene Suchgerät verstärkt das Signal der Geophone um den Faktor 500.000 bis 1.000.000. Dieses so verstärkte Geräusch wird über zwei Kopfhörer ausgegeben. Die Ortungshelfer am Gerät haben nun die Aufgabe über einen Wahlschalter am Gerät jedes Geophon einzeln abzuhören und zu vergleichen, welches das stärkste Geräusch aufnimmt. Ist nun das Geophon mit dem stärksten Signal ausgemacht, werden die anderen Geophone um dieses eine herum neu ausgelegt und erneut die verschiedenen Lautstärken verglichen. Wenn durch umlegen der Geophone keine Veränderung des Klopfgeräusches mehr wahrgenommen werden kann, ist der Verschüttete an dieser Stelle lokalisiert.

 Über eine ebenfalls am Suchgerät anschließbare Wechselsprechsonde besteht die Möglichkeit Kontakt zu den Verunglückten aufzunehmen. Das Problem bei der technischen Ortung besteht darin, dass der Verschüttete sich durch Klopfen oder Scharren bemerkbar machen muss. Ist er dazu nicht in der Lage, z.B. weil er bewusstlos ist, ist eine erfolgreiche Ortung nicht möglich. Ein anderes Problem liegt in der hohen Empfindlichkeit der Geophone, die nicht nur die gesuchten Signale des Opfers, sondern auch alle Störsignale wiedergeben. Dies sind z.B. nachrieselnder Sand, knackende Holzbalken und Motorengeräusch von an der Einsatzstelle betriebenen Notstromaggregaten und Fahrzeugen. Um diese Störsignale unterdrücken zu können, verfügen die Suchgeräte über fixe und variable Filter. Diese unterdrücken die Wiedergabe bestimmte Frequenzbereiche. Die Kunst der Ortungshelfer besteht darin, diese Filter richtig anzuwenden und Klopf-/Scharrgeräusche von Störsignalen zu unterscheiden.


 
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Im THW kann jeder mitmachen und jeder ist willkommen, Frauen und Männer, Schlosser oder Betriebswirte, Studenten oder Rentner. Das Mindestalter für den aktiven Dienst beträgt 17 Jahre, das Höchstalter liegt bei 60 Jahren. Wer jünger oder älter ist findet einen Platz in der Jugend- bzw. Althelfergruppe. Das THW ist ein nicht alltägliches Hobby für jedermann. Wer z.B. Hundebesitzer ist und sich für die Arbeit mit Rettungshunden interessiert, kann sich beim THW Ortsverband Sulzbach-Rosenberg darüber informieren. Hier ist die derzeit einzige einsatzfähige Rettungshundestaffel des THW´s in ganz Bayern stationiert, außerdem eine der größten in ganz Deutschland.

Mehr Informationen über das THW und den Ortsverband Sulzbach-Rosenberg finden Sie hier auf der Homepage oder bei einem persönlichen Gespräch im Ortsverband, dienstags von 18:00 - 21:00 Uhr oder samstags von 14:00 - 18:00 Uhr.

 
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